25.4.—2.5.2026
«Gym»
von Verena Kessler
«Gym»
Glänzende Spiegel, definierte Körper, legere Flirts am Tresen. Die Protagonistin in Verena Kesslers knalligem Roman liebt ihren neuen Job im MEGA GYM. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür liebenswerte Kolleginnen und einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt, wäre da nicht die klitzekleine Lüge, zu der sie sich im Einstellungsgespräch hat hinreissen lassen. Sie habe kürzlich erst entbunden, hat sie behauptet, und jetzt wollen alle Babyfotos sehen und fragen ständig nach «dem Kleinen». Doch erst, als Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis dieser verschwiegenen Erzählerin ist. Eine Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen.

Verena Kessler
Verena Kessler, geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Debütroman «Die Gespenster von Demmin» wurde für zahlreiche Preise nominiert und mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr bei Hanser Berlin der Roman «Eva», für den sie den Literaturpreis «Der zweite Roman» erhielt.

Stimmen zum Buch
«In den Spiegeln des Mega Gyms sehen wir uns selbst in die Augen. Verena Keßler erzählt so unfassbar spannend, schillernd und lustig von den Abgründen unserer Zeit.»
Ruth-Maria Thomas, deutsche Schriftstellerin
«Verena Keßler pusht ihre Hauptfigur bis ans Limit. Das ist ein atemloses, tabubrechendes Ereignis, witzig, scharf und unglaublich berührend.»
Jessica Lind, österreichische Drehbuchautorin und Schriftstellerin
«Einfach wow! Ein richtiger Reißer, allein schon weil alles so ungewohnt ist: Das Setting, die Protagonistin, das Problem. Und der Schreibstil von Verena: einfach klasse! Alles fügt sich perfekt zusammen zu einem spannenden Schmöker!»
Nadine U., Buchhändlerin via NetGalley
«Ganz tolles Buch!!! Wunderbar schräge Story anfangs, bis ich merkte, worauf es hinausläuft. Brutal und roh, tolle Geschichte!»
S. Burri, Buchhändlerin aus Zürich via NetGalley
«Man muss noch nie ein Gym von innen gesehen haben, um dieses Buch grossartig zu finden. Wie man nach einer Notlüge plötzlich eine Milchpumpe kaufen muss und wofür ein Thermomix auch genutzt werden kann, erfährt man in diesem Buch. Vor allem aber erzählt Verena Kessler in einer klaren, schnörkellosen Sprache die Geschichte einer Frau, die versucht, äusserlich immer stärker zu werden, während sie innerlich zunehmend zerbricht.»Tilbe Esen, Mitglied der Auswahlgruppe, frische Mutter und Gym-Gängerin
«Das Buch «Gym» ist überraschend, witzig und schnell erzählt, hoch aktuell und tough. – Ich freue mich, die Autorin Verena Kessler im Rahmen von «Bern liest ein Buch» im April kennen zu lernen und mit ihr über diesen tollen Roman reden zu können.»Dani Landolf, Direktor der Kornhausbibliotheken
«Endlich ein Buch, das im Fitness Center spielt! So kommen auch Sportmuffel wie ich in den Genuss von polierten Spiegeln, gestärkten Körpern und Powerdrinks von der Bar. Dort arbeitet die Hauptfigur des grossartigen Romans von Verena Kessler nämlich. Den Job hat sie nur dank einer Lüge ergattert und als Leserin ist man ab der ersten Seite gefangen von der grotesken, bissigen, aber auch lustigen Geschichte. Während des Lesens stellt sich immer wieder die Frage: Kann das gut gehen?!»
Fleur Loosli, Buchhändlerin und Primarlehrerin
«Ganz schön harter Tobak… Die Obsession oder Besessenheit hat Verena Kessler sprachlich sehr gut umgesetzt: Ich kann das Buch kaum weglegen, auch wenn ich Mühe mit der Haltung der Protagonistin habe: Lügen, Gier, Schamlosigkeit. Es bleibt immer die Hoffnung, dass es schon gut kommt… Aber es kommt noch schlimmer…»Beate Wolf, Literaturvermittlerin für Thun liest ein Buch
«Vergnüglich und vorlaut beginnt dieses Buch, wie ein munteres Aufwärmen im Gym – doch schon bald wird das Training intensiver: Wild, temporeich und erschreckend führt Verena Kessler ihre Leser*innen durch das Gym und die Abgründe der Protagonistin.»Lucas Bischoff, Universitätsbibliothek Bern
«Aus einer Notlüge wird ein Geflecht, das sich immer enger zuzieht – bis es einem beinahe den Atem raubt. In «Gym»»erzählt Verena Kessler mit klarer, fast brutaler Präzision, wie das Streben nach äusserlicher Makellosigkeit in einer leistungsgetriebenen Gesellschaft in Selbsthass und Zerfall kippt. Zwischen Hantelbänken und Proteinshakes entfaltet sich eine Geschichte, die ebenso grotesk wie realistisch ist – und die Frage stellt: Wie lange hält man das durch, ohne daran zu zerbrechen?»Manuela Bamert, Kommunikationsspezialistin der FernUni Schweiz, Coach und Meditationslehrerin
Pressestimmen zu «Gym»
Treffpunkt
«Während die Protagonistin im Roman immer tiefer in die Fitnesswelt abgleitet, boomt diese auch in der Realität: In der Schweiz besitzt inzwischen über 15 Prozent der Bevölkerung ein Fitnessabonnement.»
Treffpunkt, Radio SRF 1, 6.01.2026
NZZ Feuilleton
«Pressen, pressen, pressen! Verena Keßler gelingt mit «Gym» ein genialer Roman über den Fitnesswahn. Wer dieses Buch liest, muss mit zusammengebissenen Zähnen lachen.»
Linus Schöpfer, NZZ Feuilleton, 30.11.2025
SRF Kultur
«Satire mit Tiefgang: Die Beschreibungen all der Äusserlichkeiten in der Körper-Drillanstalt sind doppelbödig. Ohne belehrend oder moralinsauer zu sein, macht Verena Kessler deutlich, dass unter der trainierten und polierten Oberfläche Menschen sind, die sich an – vermeintlichen – Unzulänglichkeiten abarbeiten.»
Felix Münger, SRF Kultur, 29.10.2025
WOZ Literatur
«Verena Keßlers neuer Roman «Gym» ist ein düsterer, schamloser Trip in den feministischen Muskelwahn. Und das liest sich ziemlich heiter.»
Tabea Andres, WOZ Nr. 40, 2.10.2025
Die Zeit
«Keßler steigert ihre Erzählung in eine oft kurios vergnügte Groteske, die Elemente einer düsteren Komödie trägt, einer ironisch zertrümmerten Seifenoper und des Bodyhorrors.»
David Hugendick, Die Zeit, 11.09.25
Süddeutsche Zeitung
«Maximal unterhaltsam . Dieses Buch geht rein wie eine gute Techno-Spinning-Class: rasant, verschwitzt, auf 192 Seiten keine Sekunde zu lang.»
Thore Rausch, Süddeutsche Zeitung, 22.08.25